Baum des Jahres

Der Baum des Jahres wird seit 1989 durch das "Kuratorium Baum des Jahres" (KBJ) ausgerufen. Die erste Baumart war die Stieleiche.
Dem KBJ gehören namhafte Persönlichkeiten, wichtige Natur- und Umweltverbände sowie Fachverbände an. Einmal jährlich treffen sich die Mitglieder des KBJ, um den "Baum des Jahres" für das nächste Jahr aus drei Kandidaten auszuwählen.

Die Kriterien zur Auswahl sind ganz unterschiedlicher Natur. Neben der Wissensvertiefung für bekannte Baumarten sollen vom Aussterben bedrohte oder seltene Arten wieder ins Bewusstsein einer breiten Bevölkerung gebracht werden. Als Kriterium kann auch der ökologische Bezug einer Baumart zu ihrem Lebensraum dienen.

Grundsätzlich kann jede heimische Baumart einmal "Baum des Jahres" werden. Die bisherigen Jahresbäume sind:

2011Elsbeere
2010Vogel-Kirsche
2009Berg-Ahorn
2008Wallnuss
2007Wald-Kiefer
2006Schwarz-Pappel
2005Rosskastanie
2004Weiß-Tanne
2003Scharz-Erle
2002Wacholder
2001Esche
2000Sandbirke
1999Silberweide
1998Wildbirne
1997Eberesche
1996Hainbuche
1995Spitzahorn
1994Eibe
1993Speierling
1992Berg-Ulme
1991Sommer-Linde
1990Buche
1989Stieleiche

Als Jahrtausendbaum wurde der Ginkgo ausgelobt.

Im Jahr 2012 steht die Europäische Lärche im Mittelpunkt, ein Baum der in den Alpen und Karpaten
bis in Höhenlagen über 2000 Metern vorkommt. Die Europäische Lärche wirft als einziger heimischer Nadelbaum
ihre Nadeln im Herbst ab. Im Frühjahr kommt dann das helle Grün der Nadeln wieder zum Vorschein.
Sie ist sehr frosthart und verträgt Temperaturen bis minus 40 Grad. Man findet bis zu über 1000 Jahre alte Bäume.

Die Europäische Lärche zählt zu den Pionierbaumarten und besiedelt neben Birke oder Kiefer als erste Rohböden und Kahlflächen.
Sie ist sehr lichtbedürftig und trägt zur Arten- und Strukturvielfalt des Waldes bei.