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Zertifizierte gebietseigene Gehölze

» Begriffserläuterung

Gebietseigene Gehölze sollen heimisch und standorttypisch sein. Ihr Saatgut stammt von Gehölzen aus einer bestimmten Region.
Deutschland wurde dazu in 6 Gebiete aufgeteilt.

Mit dem Pflanzen gebietseigener Gehölze in der freien Natur soll einer Florenverfälschung vorgebeugt werden. Denn die Pflanzen, die seit Jahrtausenden an die Umweltbedingungen einer bestimmten Region angepasst sind, kommen auch besser mit Krankheiten und Schädlingen klar. Außerdem kann damit die landschaftstypische Struktur im Gehölzbestand erhalten werden.

» Umsetzung

Die Pflanzung von gebietseigenen Gehölzen wird jetzt vom Gesetzgeber eingefordert. Um den Nachweis für Gehölze aus gebietseigenen Beständen bringen zu können, wurde ein Zertifikat entwickelt, welches als Herkunftsnachweis gilt : das ZgG – Zertifikat
. Es erfüllt alle Anforderungen des „Leitfadens zur Verwendung gebietseigener Gehölze“ des Bundesumweltministeriums. Weiterführende Informationen zu Kennzeichnung, Ausschreibungstexten, Definitionen und Sortimenten finden Sie unter: www.zgg-service.de

» Übergangsregelung

Um den Baumschulen einen zeitlichen Vorlauf zur Anzucht der Gehölze zu ermöglichen, wurde eine Übergangsregelung geschaffen. Bis zum 01.03.2020 existiert keine Genehmigungspflicht zur Pflanzung gebietsfremder Gehölze, auch wenn diese schon in Ausschreibungen gefordert sind. Das bedeutet, dass bis zu diesem Termin auch Gehölze ohne Nachweis des Vorkommensgebietes gepflanzt werden können.